Bücher | Lichte Horizonte

LICHTE HORIZONTE

Roman, Edition Hubert Klöpfer bei Kröner, 2021

Anne begegnet Stéphane auf einem Festival für Literatur und Musik. Ihr Debütroman ist gerade erschienen. Eine Satire über Akademikermütter ist es geworden. Nicht das Buch, das sie eigentlich schreiben wollte. Aus ein paar Blicken und einem langen Gespräch entwickelt sich ein Mailwechsel über Kreativität und Begehren, der zunehmend ins Erotische kippt. Stéphane, etablierter Sänger, trägt ihr eine Intrigue amoureuse an. Anne zögert. In der Phantasie ist alles leicht, aber in der Realität gibt es ihren Mann, die Kinder und das ganze bürgerliche Leben, in dem sie sich eingerichtet hat.

Anne verwirft das Manuskript, an dem sie gearbeitet hat, und beginnt ein neues. Sie schreibe, um etwas herauszufinden, wie sie sagt. Oder doch, um die Kontrolle über den Fortgang der Geschichte zu behalten? Plötzlich sieht sie sich um zwanzig Jahre zurückversetzt, in eine Zwischenzeit voller Möglichkeiten, in der sie Entscheidungen traf, von denen sie nicht ahnte, dass sie lebensverändernd sein würden. Scheinbar wahllos stellen sich Erinnerungen an verschmähte oder verpasste Verhältnisse ein – und dazwischen drängt sich die erste Liebe mit ihrem verstörenden Ende.

Im Ferienhaus ihrer Freundin in der Bretagne wartet Anne auf Stéphane. Und während sie am Ende der Welt nach einer Sprache sucht, mit der sich nicht nur ihr Leben zurechterzählen lässt, wird die Frage immer lauter, ob man etwas tatsächlich leben muss, damit es wahr wird.

Halbleinen mit Lesebändchen, 200 Seiten,

ISBN 978-3-520-75001-3

E-Book ab Mai 2021

Stimmen zum Buch

„Ein Buch, das etwas Lichtes, Leichtes hat, neben all den klugen Gedanken über Beziehungen. Daniela Engist schreibt in einer feinen, aber nicht zu feinen Sprache, auch mal trocken, ironisch kommentierend und immer reflektierend.“

Günter Keil, Literaturkritiker, Moderator

Kritik zum Nachhören

„Der Frust (mit den Männern) bleibt so oder so, aber eben auch das Begehren, das Erotische, die Anziehung – und aus dieser Spannung ziehen Engists Beziehungsgeschichten unbestreitbar literarischen Gewinn.“

Nora Eckert, Literaturkritik

„Zu den Wahrheiten des Lebens gehört, dass es oft mehr Fragen als Antworten enthält. Davon erzählt dieser Roman, dass kaum etwas einfach, klar, eindimensional ist, sondern voller Mehrdeutigkeit, Fragwürdigkeit, Selbstbetrug – im Leben, in der Liebe zumal, und darum auch in Literatur, die wahrhaftig sein will.“

Bernd Müller, Gmünder Tagespost / Schwäbischen Post

„‚Lichte Horizonte‘ ist ein Spiel mit Erinnerung und Identität, eine Geschichte über die Selbstsuche – oder vielleicht besser: Selbsterfindung. Spannend daran ist, dass der Mensch, der sich da auf die Suche begibt, kein Mann ist wie weiland Stiller, Faber oder Kürmann bei Frisch, sondern eine Frau“

Matthias Zehnder, Publizist und Germanist

Was mir besonders imponiert hat, ist die sehr genaue Darstellung der verschiedenen Prozesse und Probleme des „Erinnerns“ mit all seinen Facetten. Auch die Frage nach der Wirklichkeit im Leben, in der Erinnerung, im Roman, fand ich spannend und sehr treffend variiert.

Rüdiger Pohl, Psychologe und Autor („Das autobiografische Gedächtnis“)

„Bewegend, intelligent, erfahren, lebensweise. Ein herausragender Roman.“

Literaturblog Kulturbowle

„Eine in jeder Hinsicht anregende und immer wieder intensive Lektüre.“

Timo Brandt, Lyriker und Literaturblogger

„Es sind die ‚Grenzregionen ohne sichtbare Grenzen‘, das Spiel mit der Wahrheit, Versuchung und der Erinnerung, die der Roman auf mehreren Ebenen bespricht und ihn lesenswert machen, es sind lichte Horizonte, obwohl vielmehr von lichten Erinnerungen gesprochen wird.“

Lea Katharina Kasper, Buchbloggerin Auklappen-Literaturkritik

„Engists Sprache, ihr Innovationsgeist beim Zusammensetzen von Gedanken und Worten: Wahnsinn!“

Katja Bohnlander-Sahner, Schriftstellerin und Literaturbloggerin

„Ein suggestiver Sog, der mich vereinnahmte, mich nahezu absorbierte.“

Yvonne Schauch, Lovelybooks

„‚Kopffühlerin, Herzdenkerin‘ – das beschreibt die Logik, mit der Daniela Engist arbeitet, den Blickwinkel, den sie hat, den Ton … wunderbar!“

Walle Sayer, Autor

„Eine klug und fein beobachtete und reflektierte Beziehungs-, Familien- und Liebesgeschichte.“

Martin Hielscher, Lektor und Kritiker

„In ihrem Erzählen um die vielen Facetten des Verliebens befragt die Autorin die Welt, in der wir leben. Es geht ihr um Erkenntnis, Deutung und Sinn.“

Anton Knittel, Literaturhaus Heilbronn

Interviews

Walter Pobaschnig, Wien, Literatur outdoors – Worte sind Wege: Über Tag und Situation, das Davor und das Danach sowie Kunst und Offenheit.

Birgit Böllinger, Augsburg, Text und Literatur: Buch mit Gemäldecover – Das Paar am Strand

Dana Grigorcea und Perikles Monioudis, Zürich, Telegramme: Entre nous - Etwas wirklich leben

Matthias Zehnder, Basel, Publizist und Germanist: Über’s Erzählen – Gedanken und Erinnerungen in Schwingung bringen

Stimme (meine)

Männliche Musen, Daniela Engist

Liebeslied eines verrückten Mädchens, Sylvia Plath

Mad Girl’s Love Song, Sylvia Plath

Buchtrailer

Buchvorstellung

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